Dorfgemeinschaft feierte im schmucken Domizil

Im beschaulichen Ort Weidenbach wurde wieder traditionell und zünftig Kirmes gefeiert

Im kleinen beschaulichen Ort Weidenbach hatte der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Manfred Klöppel mit all den fleißigen Helfern wieder zur traditionellen Kirmes eingeladen. Hier im Ortsteil Weidenbach der Gemeinde Kesseling, wo nach dem Krieg ein neues Dorf zusammengewachsen ist gehört fast jeder zum Dorfverein „Dorfgemeinschaft Weidenbach“ die sich auf dem Festplatz ein schmuckes Domizil gebaut hat. Da im vergangenen Jahr noch notwendige Arbeiten an der Wasserversorgung, Umzäunung und Innerverkleidung des Anbaus anstanden, musste die traditionelle Anna Kirmes erstmals ausfallen. In diesem Jahr war es aber wieder soweit und es durfte ausgiebig Kirmes gefeiert werden. Da die ehemalige Kapelle der Schutzpatronin der heiligen Anna geweiht war, wovon der Altar heute noch als rechter Seitenaltar in der Kesselinger Pfarrkirche zu sehen ist, begann die Kirmes in Weidenbach auch traditionell am Samstagabend mit der Messfeier im Dorfgemeinschaftshaus. Hier füllte sich schnell der Saal, da auch die Eifelvereins Ortsgruppe Kesseling, wie alljährlich üblich, mit einer geführten Wanderung zu den Messbesuchern zählte, die von Pastor Volker Dupont zelebriert wurde. Danach durfte zünftig gefeiert werden und jeder von der Dorfgemeinschaft Weidenbach nahm schnell seinen Platz ein, ob an der Theke, an der Friteuse, der großen Bratpfanne mit den brutzelnden Bratkartoffeln oder als Kellner.
Auch wenn das Wetter nicht so recht mitspielte und der Regen einsetzte tat dies dem Kirmestreiben keinen Abbruch da ja die tolle Hütte auf dem Festplatz ausreichend Platz und Schutz bot. Nachdem die fleißigen Helfer bis spät in die Nachtstunden den Festplatz wieder hergerichtet hatten, wurde die Kirmes am Sonntagmorgen mit einem zünftigen Frühschoppen fortgesetzt. Da brauchte dann auch keiner den Heimweg anzutreten, da die Dorfgemeinschaft mit einem leckeren Mittagsmenü die Kirmesgäste überraschte. Hierzu zählen auch alljährlich die ehemaligen Weidenbacher, die 1938 wegen dem Luftwaffenübungsplatzes aus ihrem Heimatort ausgesiedelt wurden. Zwar werden die ehemaligen Weidenbacher immer älter und immer weniger, aber die Tradition und Verbundenheit zur Heimat hat sich längst auf die Nachkommen übertragen, sodass der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft bereits die Enkel auf der Kirmes begrüßen konnte. Zum Nachmittag gab es dann leckeres aus den Backöfen der Weidenbacher Frauen, die wieder mit einem verführerischen Kuchenbüffet überraschten. Gut gelaunt verbrachten so alle noch ein paar gesellige Kirmesstunden in Weidenbach, bevor dann viele wieder den Fußmarsch nach Hause antraten.

Autor: Norbert Ulrich

Engagierter Autor für Blick Aktuell

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