40 Jahre SV Kesseling e.V.

Festzeitschrift 1999

Festprogramm vom 07.08.1999

19.00 Uhr Begrüßung durch den Vorsitzenden

19.30 Uhr Grußworte der Ehrengäste

20.00 Uhr Ehrung langjähriger Mitglieder

anschließend gemütliches Beisammensein

Grußworte zum 40-jährigen Bestehen des Sportverein Kesseling e.V.

Zu dieser Feier will ich allen, die in diesen Jahren dem Verein als aktive Spieler, passiver Helfer oder Förderer unterstützt haben, meine Anerkennung und ein herzliches “Danke“ sagen.
Mit großer Freude darf ich einigen Mitgliedern zu ihrer 40-jährigen Mitgliedschaft gratulieren. 40 Jahre heißt, daß diese Mitglieder 2/3 ihres Lebens dem Verein angehören.
Das der Sportverein sein 40-jähriges Bestehen feiern kann, liegt nicht unwesentlich an den vollzogenen Tugenden wie Idealismus, Pflege der Gemeinschaft sowie der Kammeradschaft.. Viele unentgeltliche Arbeitsstunden wären ohne die erwähnten Tugenden nicht geleistet worden.
Für die Zukunft wünsche ich dem Verein den „Geist vergangener Zeit“, den Förderern und Mitglieder sowie deren Familien alles Gurte und dem Fest einen harmonischen Verlauf.

Werner Knebel
Vorsitzender

Zum 40 jährigen Bestehen des SV Kesseling gratuliere ich auch im Namen des Sportbundes Rheinland und aller im Kreis sporttreibender Vereine ganz herzlich. Es ist ein besonderen Anlaß, diese Fest gemeinsam mit allen Aktiven und Inaktiven zu feiern.
Der Verein ist –neben der Familie- ein Platz der Geborgenheit, der auch dazu beigetragen hat, die Vergangenheit zu vergessen und Kraft, zu schöpfen für das tägliche Leben. So haben sich die Gründungs- und alle weiteren Mitglieder im SV Kesseling zusammengefunden. Im Laufe der Jahre entwickelt sich der Verein weiter und es gab neben der Fußball- nun auch eine Tischtennsabteilung. Der SV Kesseling hat das Vereinsleben geprägt.
Mit Blick in die Zukunft hat sich der Verein zu einer führenden Institution in Kesseling entwickelt. Der Verein ist mit der Herausforderung, die an ihn gestellt worden ist, gut fertig geworden. Es ist ihm gelungen, eine Heimat für viele Bürgerinnen und Bürger zu werden, die im SV Kesseling nicht nur sportliche Ziele anstreben, sondern auch nach Geselligkeit verlangen und suchen.
Diese Persönlichkeiten haben den Verein in der Vergangenheit getragen und werden ihn auch zukünftig prägen.
Ich wünsche dem SV Kesseling weiterhin eine gute, erfolgreiche Entwicklung wie in den zurückliegenden Jahren.

Bad Neuenahr-Ahrwweiler, im Juni 1999
Fritz Langenhorst
Sporkreisvorsitzender

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Sportfreunde,

seit 40 Jahren gibt es den Sportverein, Sport ist bekanntermaßen in Verein am schönsten, aber 40-jähriges Bestehen bedeutet auch, 40 Jahre ehrenamtliche Arbeit. Ehrenamtliche Arbeit heißt, professionelle Arbeit in Rahmen der eigenen Freizeit neben der beruflichen Belastung. Hierfür gilt es allen an ehrenamtlicher Stelle Tätigen herzlichen Dank zu sagen. Über das Vereinsleben hinaus gibt es zwischenmenschliche Kontakte und somit wird die Dorfgemeinschaft durch den Verein gefördert. Ich freue mich mit Ihnen, dieses schöne Jubiläum feiern zu können und wünsche mit für die Zukunft immer Menschen, die bereit sind, sich für andere ehrenamtlich einzusetzen und ich wünsche Ihnen stets sportlichen Erfolg.

Mir freundlichen Grüßen
Haag
Haag, Bürgermeister

Vereinsgeschichte

Im Jahre 1959 fanden sich ein paar beherzte Männer zusammen, um mit viel Mut und Ausdauer einen Sportverein zu gründen. Die Hauptorganisatoren waren Adalbert Lenz, Hans Werner Kaltz, Berthold Weidenbach und Adolf Bläser. Durch ihre Initiative wurde eine Gründungsversammlung einberufen, um einen Sportverein zu ins Leben zu rufen. Der am 3. Mai 1959 in Kesseling gegründete Sportverein führt den Namen „Sportverein Kesseling“. Er ist Mitglied des Sportbundes Rheinland e.V. und der einzelnen Landes- und Spitzenfachverbänden, sowie des Deutschen Sportbundes. Die Vereinsfarben sind schwarz weiß. Der Verein hat den Sitz in Kesseling. Er ist in das Vereinsregister beim Amtsgerich Adenau, jetzt Andernach, eingetragen. Zweck des Vereins ist die Pflege und Förderung der Leibesübungen nach den Grundsätzen des Amateursportes und der Gemeinnützingkeit. Der Verein ist parteipolitisch, konfessionell und rassisch neutral.
Kesseling, den…………………

gez.
Karl-Heinz Gieselmann
Alfons Gabriel
Gerhard Weidenbach
Willi Surges
Rudolf Werner
Paul Zloty
Berthold Weidenbach
Hans-Werner Kaltz

Bestätigung

Die Bestätigung der Eintragung im Vereinsregister ist am 3. November 1961 unter der Vereinsnummer 30 erfolgt.

Adenau, den 3. November 1961
Geschäfststelle 2 des Amtsgerichts

Nachdem die Formalitäten erledigt waren und der Sportplatz auf dem Mellerberg fertiggestellt war, konnte der Spielbetrieb aufgenommen werden.
Zuerst bestritt man nur Freundschaftsspiele. Dann wurde es ernst und die ersten Punktspiele standen an.
Ein Nachteil des Mellerberg-Sportplatzes war das Problem mit den Fußbällen, die man des öfteren im Tal wiederfand, oder auch gar nicht. Das erste Meisterschaftsspiel war am 6. August1959 in Holzweiler gegen den SV Holzweiler B-Klasse Mittelahr.
Das erste Mannschaftsfoto entstand beim Freundschaftspiel in Krälingen.

untere Reihe v.l.n.R. Peter Bläser, Bernd Bongart, Heinz Schleich. obere Reihe v.l.n.R. Hans Werner Kaltz, Otmar Gemein. Gerhard Weidenbach, Rudolf Werner, Willi Lenz, Alois Bläser, Berthold Weidenbach und Bruno Uliczek.

Für die ersten Jahre reichte der Sportplatz auf dem Mellerberg aus. Dann entsprach er nicht mehr den Richtlinien des DFB und wir mußten nach Ahrbrück ausweichen. Die erste Zeit ging es in der Tabelle rauf und runter, bis die Mannschaft durch mehr Spielpraxis konstanter spielte und stärker wurde.

In den ersten Jahren war Karl-Heinz Gieselmann der Trainer vom SV Kesseling. Danach übernahm 1964 Jakob Ottersbach diese Funktion. Mit ihm erreichte wir in der Saison 1964/65 durch einen 2:0 Sieg über den SV Insul den Aufstieg in die 2. Kreisklasse.

In der Saison 1964/65 holte diese Mannschaft die erste Meisterschaft

obere Reihe v.l.n.r.: Edgar Bongart, Heinz Schleich, Rolf Faber, Reinhold Keller, Peter Bläser, Walter Drenk, Rudolf Werner, Bertold Weidenbach, Trainer Jakob Ottersbach, Vorsitzender Alfons Gabriel unt Johannes Schmitz, untere Reihe v.l.n.r.: Hermann Gerhards, Bruno Uliczek, Egon Bläser

Altertümer des Vereins

Auch unser Damen zeigten sich oft vom Fußball begeistert. So stellte der SV Kesseling 1967 neben der 1. Fußballmannschaft auch eine Damenmannschaft auf die Beine.

Es war immer eine Attraktion, wenn die Vereinsvorstände gegen die Damenmannschaft spielten. Natürlich gab es auch hier „kampfbetonte“ Spielszenen.

10 Jahre SV Kesseling

Fußball für „Nachbar in Not“

Für eine gute Sache hatten Rainer Knebel, Reinhold Keller und Willi Keuler das erste Verbandsgemeindehallentunier in Altenburg organisiert. Die Sporthalle bot drei Tage lang hervorragenden Fußball mit sehr guten Szenen und heraus gespielten Toren. Aus dem Turnier ging der SV Berg als Sieger hervor. Der Höhepunkt war zweifellos die mit Spannung erwartete Prominentenmannschaft „Alt Köln“, die gegen eine Verbandsauswahl Altenahr spielte. Auch der SV Kesseling war mit Peter Bläser in der Auswahl vertreten.

unser Foto zeigt: Kreisjugendleiter Saal, Gebietsweinkönigin Edith Kläs, Verbandsbürgermeister Hermann Heiser, und Rainer Knebel Schriftführer des SV Kesseling(von links)

Die angekündigte Tombola fand am nächsten Tag nach der Siegerehrung durch den Landrat Dr. Plümer statt. Es gab neben zwei Reisen noch wertvolle Preise zu gewinnen. Mit dem Schirmherrn Verbandsbürgermeister Heiser überreichten wir Herrn Landrat Dr. Plümer einen Scheck von über 3000,00 DM für die Aktion „Nachbar in Not“. Solche Turniere sollte man wieder einmal durchführen.
Durch die Initiative des Vorstandes vom SV Kesseling wurde 1977 das erste Verbandsgemeindeturnier der Verbands-gemeinde Altenahr geboren.

 

Der SV Kesseling besiegte im Spiel um den 3. Platz den SV Berg und sorgte damit für eine Überraschung in diesem Turnier.

Im Jahre 1984/85 holten wir dann mit unserer 1. Mannschaft unter Trainer Rolf Faber den 2. Meistertitel und schafften damit den Aufstieg in die C-Klasse/Ahr. Ein Dank gilt dem Trainer Rolf Faber für die geleistet Arbeit.

Meistermannschaft 1984/85

untere Reihe v.l.n.r.: Friedbert Koll, Werner Knebel, Christoph Berzen, Walter Knebel, Fritz Kutzner, Rainer Lepp, Uwe Gerhards, obere Reihe v.l.n.r.: 1. Vorsitzender Reinhold Keller, Bernd Orth, Jürgen Rader, Ralf Schäfer, Werner Lanzerath, Ernst Köb, Jürgen Schmitz und Trainer Rolf Faber

Unsere 1. Mannschaft im Mai 1989

obere Reihe v.l.n.r.: Wolfgang Deuster, Bernd Orth, Jürgen Bläser, Christoph Berzen, Walter Knebel, Markus Meurer, Trainer Rolf Faber, untere Reihe v.l.n.r.: Dirk Weidenbach, Norbert Adamietz, Uwe Gerhards, Wolfgang Stodden, Hubert Kreuer

Die Vorsitzende des SV Kesseling

  • Anton Bläser
  • Alfons Gabriel
  • Adolf Bläser
  • Alfons Koll
  • Egon Bläser
  • Ferdi Meurer
  • Willi Wilden
  • Herbert Linnarz
  • Reinhold Keller
  • Werner Knebel
  • Raimund Gabriel
  • Werner Knebel

Schiedsrichter im Verein

  • Gerhard Weidenbach
  • Walter Drenk
  • Jakob Ottersbach
  • Alfred Monreal
  • Rainer Knebel
  • Bruno Uliczek
  • Friedhelm Juchem
  • Rolf Faber

Ohne diese Idealisten könnten wir nie eine Fußballmannschaft anmelden und müßten außer Konkurrenz spielen. Das hätte zur Folge, daß die Mannschaft wohl nach einem Jahr auseinanderfallen würde. Also ist der „Pfeifenmann“ eine wichtige Person im Verein; ohne Ihn geht es wirklich nicht.

Seit 30 Jahren noch immer für den Verein aktiv

Peter Bläser, Bruno Uliczek und Aloisius Bläser

Anläßlich des 30-jährigen Jubiläums wurde eine Traditionsmannschaft zusammengerufen, zu der sich auch noch viele ehemalige Aktive gerne eintrafen. Sie trat am 10.06.1989 gegen die Traditionsmannschaft von Ramersbach an.

stehend v.l.n.r.: Alfons Gabriel, Gerhard Weidenbach, Adalbert Lenz, Bernd Bongart, Aloisius Bläser, Rolf aber, Berthold Weidenbach, Edgar Bongart, Günter Schmitz, Peter Bläser, kniend v.l.n.r.: Robert Koll, Willi Surges, Reinhold Keller, Bruno Unliczek, Egon Bläser, Hans Werner Kaltz

Abteilung Fußball

Als ich in der Saison 92/93 als 17 jähriger beim SV Kesseling anfing Fußball zu spielen, bestand die Mannschaft zum Großteil aus auswärtigen Spielern. In dieser Zeit war gewinnen ein Fremdwort für uns und erst 2 Jahre später ging es aufwärts als man auf Spieler der Region und auf einige junge Spieler aus Kesseling zurückgreifen konnte. So gewann man auch einige Spiele. Ab der Saison 95/96 wurden die sportlichen Ziele höher gesteckt und das hieß Aufstieg in die C-Klasse. Ab dieser Zeit war der SV Kesseling eine feste Größe in der D-Klasse Eifel und spielte unter den ersten Drei mit, der Aufstieg aber wurde leider nie geschafft. Dies lag aus meiner Sicht an der Tatsache, daß sich immer mehr Mannschaften auflösten (unter anderem Ahrbrück II und Hönnigen II) oder daß Spielgemeinschaften gegründet wurden, so wurde die Mannschaften der D-Klasse sehr oft vom Fußballverband gewechselt wurde. Außerdem konnte man sich auf die Gegner schlecht einstellen. Dies war aber nicht der einzige Grund, denn nicht selten scheiterte man an sich selber (Einbruch in der Rückrunde). Die wohl größte Chance auf den Aufstieg hatten wir in der Saison 96/97 wo man sich mit der Mannschaft des SV Grafschaft II einen harten Kampf um Platz 2 lieferte, der bis zum letzten Spieltag dauerte. Letztlich mußten wir uns aber mit Platz drei begnügen. In der darauffolgenden Saison wollte wir noch einmal angreifen, scheiterten aber mit Platz 5. Nach dieser Saison wußte man, daß es sehr schwierig werden würde eine neue Mannschaft zu melden, denn einige Spieler, unter anderem die Leistungs-träger, hatten angekündigt den Verein zu verlassen oder aufzuhören. Angedacht wurde eine Spielgemeinschaft mit dem
ESV Kreuzberg zu bilden, welche aber nicht zustande kam. So wurde die Saison 98/99 mit einigen neuen Spielern gestartet. Nach kurzer Zeit zeigte sich das nicht alle Neuzugänge zuverlässig waren und so mußten Spiele teilweise auch bedingt durch Verletzungspech, mit 10 bzw. 9 Mann bestritten werden. Man gewann zwar noch das eine oder andere Spiel, aber die Moral in der Mannschaft war schlecht. So wurde der Beschluß gefaßt den Spielbetrieb nach Beendigung der Saison ein zu stellen, was auch erfolgte.
Natürlich gab es auch neben dem Fußball noch andere Dinge an die wir uns gerne zurückerinnern. Da sind zum Beispiel die Mannschaftstouren am Ende der Saison. Besonders schön waren die Ausflüge an den Freiliger See 95`und nach Mallorca 97 (Ballermann) wo man fast mit allen Spielern anwesend war. Aber auch die dritte Halbzeit wurde bei uns nie zu kurz geschrieben und so gab es auch hier den ein oder anderen „Schwächeanfall“ zu beklagen.
Einen besonderen Dank möchte ich unserem Trainer Rolf Faber sagen, der uns in all den Jahren, trotz seiner begrenzten Zeit, immer treu zur Seite stand.
Abschließend möchte ich noch sagen, daß es mir in meiner 7 jährigen Spielzeit beim SV Kesseling großen Spaß gemacht hat hier in meinem Heimatort Fußball zu spielen.

Mit sportlichem Gruß

Guido Schmitz

Die „Alte Herren“ Abteilung

Die Mannschaft im Mai 1989 mit ihren Nachwuchstalenten

stehend v.l.n.r.: Manfred Radermacher, Wolfgang Lenz, Günter Schmitz, Bernd Orth, Peter Bläser, Rolf Faber, Ernst Knebel, Aloisius Bläser, Rolf Lenz, Günter Klein, Bruno Uliczek, kniend v.l.n.r.: Hubert Kreuer, Ralf Schäfer, Winfried Lenz

Die 1973 gegründete A.H. Mannschaft hatte bis vor einigen Jahren eine feste Stellung in Kesseling und in der weiteren Region. Viele Spiele gegen benachbarte Mannschaften waren geprägt vom sportlichen Gegeneinander im Match aber auch vom freundschaftlichen Miteinander nach dem Spiel.
In jedem Jahr standen ca. 40-50 Spiele auf dem Programm. Zusätzlich nahmen wir an vielen Turnieren befreundeter Mannschaften bis in den Raum Bonn/Köln, oft recht erfolgreich, teil. An eine Saison mit 23 Spielen ohne Niederlage in Folge erinnern sich Altgediente noch gerne.
Naben dem Sportgeschehen am Samstag trugen auch viele gemeinsame Veranstaltungen wie Wanderungen oder mehrtägige Erlebnisfahrten zur Prägung eines guten und freundlichen A.H. Geistes bei.
Als vor wenigen Jahren einige Spieler der ersten Stunde die Kernmannschaft aus Altersgründen verließen und der Nachwuchs nicht wie notwendig vorhanden war, wurde der regelmäßige Spielbetrieb eingestellt.
Aber auch heute sind noch viele A.H. Spieler aktiv. Von September bis ins Frühjahr betreibt man jeden Mittwoch ein internes Trainingsspiel in der Turnhalle Ahrbrück. Erfreulich ist, das auch hier noch die Männer der ersten Stunde mit Freude erfolgreich dabei sind, obwohl wir den ersten schon zum 60. Geburtstag gratulieren dürfen.
Natürlich spielt auch heute noch die „dritte Halbzeit“, mit ihren oft heißen Diskussionen über Gott und die Welt, eine wesentliche Rolle nach den sportlichen Aktivitäten.
Es bleibt zu wünschen, das jemand aus unserem Fußballnachwuchs die Kraft für eine Neuaktivierung findet und ein regelmäßiger Spielbetrieb irgendwann wieder aufge-nommen werden kann, um so Freude an diesem gemeinsamen Erleben im Spiel und danach wieder zu vermitteln.

Wolfgang Lenz

Die „Rad Trimm“ Abteilung

v.l.n.r. Aloisius Bläser, Ferdi Meurer, Günter Klein, Peter Bläser, Norbert Meurer

Die kleinste Abteilung des SV Kesseling besteht aus fünf „gestandenen Männern“, ältere Semester, allesamt aus der „Alte Herren“ Mannschaft kommend; sie nennen sich „Rad Trimm“ Abteilung.
Nach zweijährigem „Einrollen“ (Probefahren) gründeten Peter Bläser, Aloisius Bläser, Günter Klein, Ferdi Meurer und Norbert Meurer (der Benjamin) diese Abteilung am 11.September 1985 mit den dazu gehörenden Statuten. Seit diesem Zeitpunkt wird regelmäßig trainiert und an Rad Touristik Fahrten teilgenommen; genannt werden soll hier nur die Bodensee-Rundfahrt. In jedem Jahr wird als Höhepunkt, eine Drei-Tages-Tour durchgeführt, die jeweils von einem Mitglied der Truppe in wechselnder Reihenfolge geplant und organisiert wird. In diesem Jahr findet die Tour nun schon zum 15. Male statt. Was auch ein Jubiläum ist.
Die diesjährige Fahrt führt die Velo-Ritter in den Braumkohletagebau, es wird sicher wieder sehr interessant und wohl auch etwas amüsant. Ich denke da an einen kleinen Vorfall, wo man plötzlich auf dem Rückweg von Rahlingen an der Sauer bei einem Stärkungshalt auf dem Parkplatz, zufällig eine versiegelte Flasche Hefe von der Ahr, in der Böschung fand. Die dann auch sofort entsiegelt, entkorkt und auf ihren Inhalt überprüft wurde. Nachdem der Inhalt für gut befunden war, wandte man sich ihm in genüßlicher Form zu. So gestärkt setzten die fünf mit Volldampf die Heimreise fort. Hier wurden die Pedaltreter dann, wie jedes Jahr, von ihren besseren Hälften glücklich in die Arme geschlossen.
Neben den gestanden Männern haben sich 1993 mit Rolf Lenz, Winfried Lenz, Walter Knebel, Ernst Knebel, Raimund Gabriel und Werner Knebel Freunde des Radsports zusammen-gefunden. Seit 1999 hat sich Gerd Stodden den Nachwuchs-fahrern angeschlossen. Leider haben sind hier nicht mehr alle aktiv und so fahren im laufenden Jahr noch Ernst Knebel, Werner Knebel Gerd Stodden und Raimund Gabriel als zweite Gruppe durch die Eifel.
Die Straßen können für uns als Fahrradfahrer sehr gefährlich sein. Teilen wir uns doch sie Straße mit den Motorrad- und Autofahrern. Deshalb steht Sicherheit für uns an erster Stelle. Ohne Helm setzt sich keiner auf das Rad. Wir sind zwar keine Profis aber auch wir können in gefährliche Situationen kommen und dann verhindert ein Helm möglicherweise schlimme Verletzungen. Das Radwegenetz ist leider nur unzureichend ausgebaut und da wo ein Radweg vorhanden ist, hat man als Gruppe kaum Platz. Da wird viel Geld für moderne Wege (zwischen Walporzheim und Dernau) ausgegeben wo doch ein einfacher Asphaltweg (Ahbrück Richtung Insul) reicht.
Wir hoffen, daß auch diese Abteilung weiterhin so viel Spaß und Freude am Trimmen mit dem Rad hat.
(übrigens; Mitfahrer und Trainingspartner sind – auf eigenes Risiko- immer herzlich willkommen)

Peter Bläser
Raimund Gabriel

Anläßlich des 40 jährigen Bestehens ein Überblick der Abteilung Tischtennis im Sportverein Kesseling e.V.

Auch in Kesseling wird Tischtennis gespielt. Bereits 1971 traf man sich in Kesseling zum Training im Gasthaus „Zum Laacher See“. Ein Jahr später begann dann der Ernst in der Meisterschaft. Mit Bravour bestanden die Akteure das erste Jahr und schafften den Aufstieg in die damalige B Klasse.
Als dann mit Alfons Zimmermann noch Verstärkung aus Gilgenbach zu der Mannschaft stieß, gelang Fred Harrus, Peter Bläser, Ernst Knebel, Rudolf Werner, Alfons Schneider, Alois Bläser, Reinhard Grunert und Hans Schlesiger der erneute Aufstieg in die 1. Kreisklasse. In dieser Klasse fühlte sich die Mannschaft wohl und behauptete sich über Jahre. Durch den Bau der Grundschule in Ahrbrück mit neuer Turnhalle verbesserten sich die Trainingsbedinungen erheblich. Das beste Einzelergebnis kam dann in der Saison 80/81 zustande, als sich neben Alfons Zimmermann auf dem sechsten Platz auch noch Heinz Gasper als siebter und Peter Bläser als zehnter in der Einzelwertung plazieren konnte.

v.l.n.r. Alfons Zimmermann, Ernst Knebel, Volker Schachler, Fred Harrus, Peter Bläser, Heinz Gasper

Zwei Jahre Später folgte, mit dem Aufstieg in die Kreisliga, der sportliche Höhepunkt. In dieser Klasse gab es aber für Peter Bläser, Rudolf Bläser, Raimund Gabriel, Heinz Gasper, Fred Harrus, Ernst Knebel und Alfons Zimmermann nichts zu gewinnen und so dauerte das Gastspiel nur eine Saison. Nach dem Abstieg in die erste Kreisklasse folgte ein kurzes Intermezzo in der zweiten Kreisklasse. Aufgrund einer Satzungsänderung mußte die Mannschaft, nach nur einer Saison, in die dritte Kreisklasse absteigen.

Seit der Saison 88/89 ist der SV Kesseling in dieser Klasse ununterbrochen vertreten. Durch die Jugendarbeit seit 1987 konnte für die Saison 93/94 eine zweite Mannschaft und in der Saison 95/96 und 96/97 sogar eine dritte Herrenmannschaft für die Meisterschaft gemeldet werden. In der ersten Hälfte der neunziger Jahre knüpfte die Tischtennisabteilung wieder an alte Erfolge an. Alfons Zimmermann war in der Saison 91/92 bester Einzelspieler in der dritten Kreisklasse. Dahinter konnte sich Peter Bläser als Dritter plazieren. Nach dem Staffelsieg 91/92 kam es für zwei Jahre zu einem weiteren Gastspiel in der zweiten Kreisklasse. In der Saison 94/95 schaffte dann unsere Erste erneut den Staffelsieg in der dritten Kreisklasse. Durch die Vielzahl der gemeldeten Mannschaften kam es zu einer Aufteilung der Klassen. Die nächste Saison sah dann Kesseling 2 und 3 in der Gruppe Ahr, wobei Thorsten Schachler als 7. bester Einzelspieler in der Einzelbilanz auftauchte. In der Gruppe Rhein belegte unsere erste Mannschaft ohne ein verlorenes Spiel den Platz an der Sonne. In der Einzelbilanz stellte sie mit Peter Bläser auf Platz eins und Alfons Zimmermann auf Platz zwei ebenfalls die ersten Plätze. Die Saison 95/96 brachte einen weiteren Staffelsieg für die Tischtenniscraks in Kesseling. Für Alfons Zimmermann und Peter Bläser sprangen mit dem 5. und 6. Platz noch einmal Ergebnisse unter den besten Zehn heraus.
In der abgelaufenen Saison gelang der ersten Mannschaft wieder ein Meisterstück. Ungeschlagen und mit nur zwei Unentschieden erreichten die alten Crak’s die Meisterschaft. Die zweite Mannschaft braucht sich aber nicht zu verstecken. Sie überstand die Rückrunde ebenfalls ungeschlagen und belegte am Ende den zweiten Platz in der 3. Kreisklasse Ahr. Bei den Einzelergebnissen ist der fünfte und sechste Platz von Alfons Zimmermann und Raimund Gabriel zu erwähnen. Für die zweite Mannschaft plazierte sich Thorsten Schachler als sechste ebenfalls unter den TOP 10 der Einzelwertung.
Mit dem guten Abschneiden in der Saison 98/99 startet der Tischtennissport in Kesseling sicherlich erfolgreich ins nächste Jahrtausend.
Seit dieser Zeit haben vier Männer die Geschicke der Abteilung maßgeblich beeinflußt. In der Aufbauphase bis 1976 war es Alfons Schneider. Ihm folgte für vier Jahre Peter Bläser. Als dann Heinz Gasper 1985 das Ruder aus der Hand gab, übernahm Raimund Gabriel den Posten. Das hat sich bis heute auch noch nicht geändert.
Von den Männern der ersten Stunde haben Peter Bläser, Ernst Knebel und Alfons Zimmermann dem Verein die Treue gehalten und sind auch jetzt noch in der ersten Mannschaft aktiv.
Neben der Herrenmannschaft wurde auch der Nachwuchs, unter Leitung von Rudolf Werner, an die Tischtennisplatte heran geführt. Tragische Umstände beendeten dann für ca. zehn Jahre die Jugendarbeit im SV Kesseling. Seit 1987 trainieren wieder Jugendspieler für die Meisterschaft. Mit Michael Bläser, Udo Bläser, Thomas Drenk, Axel Werner und Markus Weidenbach startete die Jugendmannschaft unter der Leitung von Raimund Gabriel in die Saison 88/89. Schon in der Saison 90/91 belegten mit Udo Bläser als Zweitem und Jürgen Knebel als Siebtem zwei Spieler aus Kesseling gute Plätze in der Einzelwertung. Zwei Jahre später tauchten dann mit Thorsten Schachler als Zehnter und Jürgen Knebel als Elfter der Gesamtwertung im Einzel wieder Jugendspieler in den Bestenlisten auf. Das hat sich natürlich rumgesprochen und so interessierten sich auch Jugendliche aus den Nachbargemeinden für den Tischtennissport im SV Kesseling. Das hatte zur Folge, daß für die Saison 93/94 und 94/95 sogar zwei Jugendmannschaften gemeldet werden konnten. In der Saison 93/94 erreichte neben André‚ Ottersbach mit dem 6. auch Michael Kreucher mit dem 8. Platz ein Ergebnis unter den TOP TEN in der Einzelwertung. Die Saison 95/96 brachte dann mit Cemil Altan auch einmal für die Jugend den besten Platz in der Einzelwertung. Leider hält der Trend, aufgrund des vielfältigen Freizeitangebots für Kid’s, nicht an.

Neben den nüchternen Fakten haben sich in all den Jahren natürlich auch einige Anekdoten und Anekdötchen ereignet und werden sich auch hoffentlich auch in Zukunft ereignen.
In der ersten Jahren standen die Platten auf glattem Parkett und nicht weit von der Theke. Für den Halt auf dem Boden sorgte da ein feuchtes Tuch, doch flog der Ball die Treppe hinunter in Richtung Tresen, gab es auch schon mal was feuchtes für den Magen. Auf dem Heimweg war das kein Problem, war doch die Polizei noch nicht so präsent.
Doch auch die Fahrt zu den Spielen ist interessant. Spieler haben gewechselt, Austragungsorte haben sich geändert, doch fast seit Anbeginn der Tischtennisabteilung ist uns ein Auto treu geblieben. Für die alten Craks ist es fast schon zur Gewohnheit geworden. Für die jungen Spieler aber war es ein Erlebnis, wenn Peter Bläser die Limousine startet. Wie von einer Sänfte getragen werden wir zum Spielort gebracht. Ganz entspannt dort angekommen ist es schon vorgekommen, daß ein Bordstein ganz abrupt die Fahrt hat gestoppt. Auch gab und gib es zwischen den Mannschaften verschiedene Bande. Es hat sich so ergeben, daß die Staffelleiter über Jahre, so um Sankt Martin ein Spiel an den Rhein legten und dann so um Ostern wurde der Besuch erwiderte. Keiner weiß wie es begann, auf einmal gab es zu Sankt Martin Plätzchen oder Weckmänner und Weckfrauen am Rhein und im Frühjahr dann Ostereier in Kesseling. Auch wenn die Zeiten sich änderten, die Geschenke blieben.
Das Spiel mit dem Zelluloidball wird von Jung und Alt betrieben. Doch muß man sich schon wundern mit den älteren Spielern. Wenn bei Doppelpaarungen manchmal über 200 Jahre an einer Tischtennisplatte versammelt sind und wie die Jungen kämpfen. Nach hartem Kampf in der Halle ist danach aber beim Bier die Spannung schnell verflogen.

Der Verein ist beschrieben, die Daten genannt ich hoffe ich habe nichts vergessen. Doch was nützt alle Engagement im Verein, wenn niemand den Ball aufnimmt und sich aktiv beteiligt. Was bringen die Ergebnisse, wenn niemand sie ordnet und auswertet. Deshalb zum Schluß meinen Dank an alle Verantwortliche im Verein. Ohne Sie wüßte wohl kaum jemand von unserem schönen Sport.

Mit sportlichem Gruß

Raimund Gabriel
Abteilungsleiter
Tischtennis
SV Kesseling

Ortsbürgermeister Jürgen Flügge

Autor: Ortsbürgermeister Jürgen Flügge

Bürgermeister der Ortsgemeinde Kesseling von 2011 bis 2015

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